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Okt 2023

Anonyme Bestattung

Anonyme Bestattung. Fast jeder hat dies schon einmal gehört. Und mancher denkt vielleicht darüber nach, sich selbst anonym bestatten zu lassen. Doch was heißt „anonyme Bestattung“ eigentlich konkret?

Bei einer anonymen Bestattung wird der Verstorbene – wie es die Formulierung schon sagt – anonym beigesetzt. Auf einen Stein, eine Namenstafel oder Ähnliches, was auf die Identität des Verstorbenen hinweist, wird verzichtet.

Die Friedhofsverwaltung weist spezielle Grabfelder aus, die für die anonyme Bestattung freigegeben werden. Häufig sehen diese wie eine gewöhnliche Wiese aus. Es finden sich keine gekennzeichneten Gräber, und selbst die Angehörigen erfahren nicht, wo genau die Urne oder der Sarg beigesetzt wird. Entsprechend gibt es keine Grabpflege, abgesehen von der üblichen Rasenpflege.

Warum wird anonym bestattet?

Die Gründe, warum es zu einer anonymen Bestattung kommt, sind unterschiedlich. Meist sind es Behörden, die eine anonyme Bestattung veranlassen. Dies geschieht, wenn der Verstorbene keine Verwandten mehr hat oder diese innerhalb einer bestimmten Frist nicht ausfindig zu machen sind, damit sie sich um die Bestattung des Verstorbenen kümmern können. Doch mittlerweile entscheiden sich auch immer mehr Menschen selbst für eine anonyme Bestattung. Oftmals sind es Ehepaare oder Alleinstehende, die keine weitere Familie haben, und die somit niemanden haben, der sich um ihr Grab kümmern würde.

Ein weiterer Grund für eine anonyme Bestattung: Man möchte einfach nicht, dass andere wissen, wo ein bestimmter Mensch begraben ist. Zum Beispiel um zu verhindern, dass die Grabstätte zu einem Wallfahrtsort wird. So wurden etwa Adolf Eichmann und Osama Bin Laden verbrannt und ihre Asche an unbekannten Orten im Meer verstreut. Ein anderes Beispiel ist der Attentäter von Würzburg, der anonym auf einem gleichfalls der Öffentlichkeit nicht bekannten Friedhof begraben wurde.

Eine Trauerfeier ist auch bei anonymer Bestattung möglich

Auch bei einer anonymen Bestattung ist es möglich, eine Trauerfeier abzuhalten. Gleichwohl findet die anschließende Beisetzung ohne die Trauergäste statt, so dass diese letztlich nicht wissen, wo der Verstorbene ruht.

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Da es für viele Hinterbliebene wichtig ist, wenigstens ungefähr zu wissen, wo ihr Verstorbener liegt, gibt es in Deutschland inzwischen halbanonyme Bestattungen. Hier ist es den Hinterbliebenen erlaubt, nach der Trauerfeier bei der Beisetzung anwesend zu sein. Somit kennen sie den ungefähren Ort der letzten Ruhestätte ihres Verwandten – auch wenn dieser nicht durch einen Stein oder eine Plakette gekennzeichnet wird.

Jeder Mensch hat einen Namen

Eine anonyme Bestattung lässt nichts von einem Menschen zurück. Es gibt keinen Namen mehr, der an ihn erinnert. Doch jeder Mensch hat einen Namen, der für ein gelebtes Leben steht. Daher sollte zumindest dieser Name zurückbleiben und mitteilen: „Hallo, es hat diesen Menschen einmal gegeben.“

Menschen, die über eine anonyme Bestattung nachdenken, sollten sich vorher die Konsequenzen gut durchdenken: Eine anonyme Bestattung löscht nicht nur jegliche Erinnerung an ihr Leben aus, sondern nimmt eventuell doch noch vorhandenen Verwandten und den Freunden zudem die Möglichkeit, an einem Grab zu trauern. Ein fehlender Trauerort kann die Trauerarbeit jedoch wesentlich erschweren.

Wer aus Kostengründen über eine anonyme Beisetzung nachdenkt, sollte folgendes wissen: Anonyme Bestattung sind zwar die kostengünstigste Form einer Bestattung, doch dies darf nicht ausschlaggebend sein. Denn jeder Mensch hat das Recht auf eine würdige Bestattung. Daher übernimmt das Sozialamt die Kosten für eine einfache ortsübliche Beerdigung. Somit hat man auch bei einer Sozialbestattung Recht auf ein Grab mit Namen.



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